40 ans du traité de l'elysée

Berlin: Patricia Kaas invitée à l'inauguration de l'ambassade de France

BERLIN (AFP) - Patricia Kaas, l'une des chanteuses françaises les plus célèbres à l'étranger, sera l'invitée d'honneur du président Jacques Chirac lors de l'inauguration de l'ambassade de France à Berlin jeudi, a déclaré le service de presse de l'ambassade mardi.

L'artiste de 35 ans réputée pour sa voix rauque et puissante est considérée comme une digne héritière d'Edith Piaf.

Dans la cadre des célébrations du 40ème anniversaire du Traité de l'Elysée, Jacques Chirac et Gerhard Schroeder se rencontrent jeudi à Berlin. Ils participeront à une rencontre-débat avec des jeunes Allemands et Français, dévoileront un mémorial en l'honneur du couple historique Adenauer-De Gaulle, puis M. Chirac inaugurera la nouvelle ambassade de France.

En marge des célébrations officielles, une multitude de festivités et de colloques seront aussi organisés en Allemagne, dont un parlement des jeunes à l'initiative de l'Office franco-allemand pour la jeunesse (Ofaj).

40 Jahre Elysée-Vertrag : Ich habe einen Traum

Patricia Kaas, 36, ist die international erfolgreichste französische Sängerin. Die Tochter einer deutschen Mutter und eines französischen Vaters wuchs mit sechs Geschwistern in Stiring-Wendel auf, einer lothringischen Bergarbeiterstadt, drei Kilometer von Saarbrücken entfernt. Bereits mit acht Jahren stand sie auf der Bühne. Nachdem Gérard Depardieu sie als Sängerin entdeckt hatte, begann Ende der achtziger Jahre ihr Aufstieg zum Weltstar. Mit einer Hauptrolle in Claude Lelouchs Film »And Now…Ladies And Gentlemen« (Start in Deutschland: 30. Januar) gibt sie ihr Debüt als Schauspielerin. Hier träumt Patricia Kaas davon, ihre Familie wieder vereint zu sehen

Zeitlebens habe ich mir Ziele gesetzt. Dinge, von denen ich dachte: Es wird schwierig, aber ich versuche es. Das ist wahrscheinlich die deutsche, willensbestimmte Seite meiner Mutter. Sie war mein größter Fan und bester Freund. Manche Leute haben das so interpretiert, als hätte ich ihren Traum erfüllt. Das stimmt nicht. Ich habe gesungen, weil ich die Musik liebte.

Vieles aber habe ich bestimmt vor allem für meine Mutter getan: Ich war damals nach Paris gegangen und hatte meine erste Single aufgenommen. Erfolglos. Ich war enttäuscht und zweifelte an mir. Dann wurde meine Mutter krank. Es wurde ein drei Jahre dauernder Kampf mit dem Krebs. Sie sagte: »Mein letzter Wunsch ist es, deinen großen Erfolg zu sehen.

"Ich habe alles darangesetzt. Alles, was möglich war. Außer mit jemandem zu schlafen, aber sonst – alles: Ich habe jedes Interview gegeben, bin zu jedem Radiosender gegangen, habe den Redakteuren meine Platte persönlich in die Hand gedrückt und ihnen gesagt, dass sie sie spielen sollen. Der nahende Tod meiner Mutter hat mir diese Motivation gegeben. Ich konnte ihren Wunsch erfüllen. Sie hat mich im Fernsehen gesehen, als sie im Krankenhaus lag. Sie hat sogar noch zwei, drei meiner Hits mitbekommen.

Aber danach? Ich war ein Mutterkind. Ich war so unselbstständig. Und plötzlich allein. Ich bin über ein Jahr auf Tournee gegangen, um das zu vergessen. So lange, bis alles an mir müde war. Meine Stimme, mein Körper, alles. Und doch fragte ich mich weiterhin bei jeder Entscheidung: Wie hätte sie es gemacht? Es hat fünf, sechs Jahre gedauert, bis ich darüber nachdachte, was mir selbst gefallen würde. Ich musste mich neu kennen lernen, weil ich vom Teenager zur Frau geworden war, aber weiterhin im Kopf hatte, wie meine Mutter denken würde.

Es gibt ein Foto, an das ich mich oft erinnere. Darauf bin ich neun oder zehn Jahre alt. Meine Familie steht um den Weihnachtsbaum. Wir haben Rindfleischsuppe und Truthahn gegessen, wir haben gewartet und gesungen. Wir sind alle noch sehr jung. Meine Brüder mit ihren Freundinnen – damals hatten sie noch keine Kinder. Es war ein so unbeschwertes Fest. Ich wünschte, ich könnte das noch einmal erleben.

Ich kann mich noch gut an die beige-braun karierte Hose und den hellblauen Pullover erinnern, den ich auf dem Bild trage. Auch den Geschmack der Süßigkeiten werde ich nie vergessen. Ich habe insgesamt zwölf Jahre in Paris gelebt. Meine Schwester hat mir immer einen Korb gepackt mit all den Sachen, die ich dort nicht finden konnte: den Dominosteinen und Marzipankartoffeln von Aldi. Natürlich gibt es in Paris wunderbare Schokoladen, aber das waren nicht die, die ich kannte.

Mein Elternhaus war sieben Hausnummern von der deutschen Grenze entfernt. Wir wohnten in der Rue Général Leclerc Nummer 42. Die 49 war die letzte Nummer in der Straße. Dann kam ein großer Zaun. Dahinter lag ein Wald. Das war Deutschland. Da habe ich früher oft gespielt. Denn der Zaun hatte Löcher. Da krabbelten wir durch und sagten: »Huch, jetzt sind wir in Deutschland. Am Ende der Straße, hinten links, gab es einen Platz, wo die Männer Boule spielten; auch mein Vater. Und da war ein kleiner Kiosk. Wenn ich vorbeikam, sagten die Männer: Sing mal was!, und ich bekam eine Cola dafür und war glücklich. Der Zaun steht noch da, die kleine Bude auch. Die Grenze existiert nicht mehr. Für mich gab es sie schon damals nicht. Das war nicht Deutschland oder Frankreich. Für mich waren Lothringen und Saarland mein Land.

Den Namen meiner Heimatstadt Stiring-Wendel spricht man französisch aus. Ich träume heute französisch, obwohl ich es erst lernte, als ich in die Schule kam. Mein Vater war Franzose, dessen Wohnort mal zu Deutschland, mal zu Frankreich gehört hatte. Zu Hause sprachen wir Saarbrücker Platt. Das war meine erste Sprache. Das klingt etwa so: »Isch honn Hunga.« Oder: »Isch bin mied.«

Müde war mein Vater oft. Er hat 27 Jahre als Bergmann unter der Erde gearbeitet. Man konnte ihm ansehen, wie anstrengend seine Arbeit war, wenn er mit dunklen Ringen unter den Augen heimkam. Einmal wollte ich in seiner Zeche in den Schacht hinunterfahren. Ich hatte schon alles organisiert. Aber ich brachte es nicht fertig, mir den Helm aufzusetzen und in diesen Fahrstuhl zu steigen.

Nicht weil ich Angst vor der Tiefe hatte, sondern weil ich fürchtete, den Ort zu sehen, an dem mein Vater den größten Teil seines Leben verbracht hatte.

Wir konnten damals nicht in den Urlaub fahren, aber uns fehlte nichts. Wir hatten immer genug, um normal zu leben. Wir waren eine glückliche Familie. Bei uns gab es Ehrlichkeit und Liebe. Heute kann ich mir jederzeit selbst Geschenke machen, weil ich das Geld dazu habe. Wenn ich einen traurigen Moment habe, sage ich manchmal: Ich kauf mir jetzt was Schönes – dann geht es mir besser. Früher hatte ich das nicht. Früher gab es einen Bruder, eine Schwester oder eine Mutter, die mich in den Arm nahmen – und alles war gut. Das werde ich immer vermissen. Meine Mutter hat zu Hause oft gesungen. Sie hatte eine hohe Stimme. Wenn sie böse war und schrie, klang sie sehr spitz. So eine Stimme wollte ich niemals haben. Als ich klein war, habe ich mir vorzugsweise Lieder ausgesucht, die von Männern gesungen wurden, weil sie so dunkel waren. Ich wollte, dass meine Stimme dunkler klingt.

Ich bin lange in der Rumpelkammer aufgetreten, einem Club in Saarbrücken. Dort spielte immer eine Band. Sie spielten vier Tangos, vier Walzer, vier rockige Lieder, vier langsame. Einer meiner Brüder ging dort häufig tanzen. Eines Tages gab es einen Wettbewerb. Mein Bruder meldete mich an. Ich war 13 Jahre alt. Der Veranstalter sagte: »Sie ist vielleicht ein bisschen jung, aber lass sie mal zu den Proben kommen.

Ich habe den ersten Preis gewonnen. Dann bin ich dort geblieben, sieben Jahre, einmal die Woche, ohne Vertrag natürlich. Es war mehr ein Spiel. Wenn man jung ist, ist das ein Weg, sich auszuprobieren. Niemand zwang mich, jeden Samstag eine Show zu singen. Aber mir war ein Tag in der Woche fast nicht genug. Ich liebte es. Mein Vater sagte nur: »Lasst sie tun, was sie will.

Natürlich ging ich während der Woche zur Schule, und meine Mutter war bei den Auftritten fast immer dabei. Sie hat mich nie zu etwas gedrängt. Sie war die Erste, die an mich glaubte. Sie sagte: Wenn du etwas liebst, dann tu es. Und plötzlich war die Bühne mein Leben.

Während der letzten Tournee ist mein Bruder gestorben. Herzversagen mit 49 Jahren. Am Tag nach der Nachricht bin ich aufgetreten. Seine Familie hat mich darum gebeten. Das hat mich unglaubliche Kraft gekostet. Kurz darauf, in Luxemburg, war meine Stimme weg. Ich bin zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt gegangen. Er konnte an meinen Stimmbändern nichts feststellen. Wir mussten das Konzert verschieben. Ich glaube, ich hatte Angst vor diesem Tag, weil mein Bruder ursprünglich geplant hatte, mich dort zu besuchen.

Das Bild von uns, wie wir alle um den Baum stehen – meine Eltern, meine Großmutter und mein Bruder –, sie sind nicht mehr da. Einen solchen Tag wird es nie wieder geben. Außer in meinem Traum.

Aufgezeichnet von Ralph Geisenhanslüke - DIE ZEIT

-

- Est-ce que vous êtes partagée entre deux amours : l'Allemagne et la France ?

- Bien sûr. Je crois que mon coeur balance très souvent entre l'Allemagne et la France. Ma mère était allemande et mon père français, et j'ai vécu entre la Lorraine et la Sarre. C'était mon chez moi. Aujourd'hui les deux pays se parlent et se parlent de plus en plus. C'est très bien et moi j'ai toujours été comme ça.

- Parlons un petit peu de votre enfance. Dans un article de l'hebdomadaire allemand Die Zeit vous parlez de cette volonté très germanique qui vous vient de votre mère, que ça jouait un rôle déterminant dans votre évolution. Avez-vous des traits de caractère typiquements allemand ou français ? Est-ce qu'il y a ce problème d'identité ?

- Vous savez, on a parfois une petite idée à ce propos. Moi je me compare parfois avec ma mère, une femme qui avait beaucoup de volonté et d'optimisme. C'était une femme qui disait que quand on voulait quelque chose il fallait se donner la peine d'atteindre son objectif. Je crois que je tiens d'elle parce qu'elle était comme ça. Mon père était quelqu'un de plus sensible. Ca c'est le côté français en moi ou allemand.

- Iriez-vous jusqu'à dire que vos origines, votre éducation marqués par deux cultures a joué un rôle décisif dans votre carrière ?

- Pour tout. Dans la façon de voir les choses, de me comporter. Vous savez lorsque vous parlez deux langues, et c'est très important pour moi lorsque je me rends en allemagne de parler l'allemand. Je crois que c'est une chose importante. Je ne pense pas qu'il y ai beaucoup de français qui parle couramment l'allemand. C'est une langue que j'aime beaucoup, c'est ma première langue, le français je l'ai appris à l'école. Et puis ça fait partie de moi, je suis un mélange des deux.

- Dans cet article vous avez dit aussi que lorsque vous étiez petite vous vous étiez faufilée par un grillage pour regagner l'Allemagne. Comment feriez-vous pour qu'un français s'intéresse à l'Allemagne ?

- C'est une question difficile. Pour moi c'est tellement facile parce que cela fait partie de moi. J'ai grandi à la frontière et je porte l'Allemagne en moi. Je crois que c'est une culture intéressante, il y a beaucoup de belles choses à voir. Très souvent on se fait une idée de l'Allemagne et des allemands qui seraient bornés ou comme ça. Mais partout vous trouvez des gens qui ont des caractères différents. Mais l'important c'est que les deux pays s'entendent et l'on sait qu'il y a des gens mauvais partout.

- Vous restez jusqu'à la fin de la semaine à Berlin pour présenter votre film qui sort en salle le 30 janvier. Quel bilan faites-vous de cette expérience ?

- C'était une nouvelle expérience. J'ai eu beaucoup de chance car Lelouch, Irons et Claudia Cardinal ont été très généreux avec moi et ils m'ont beaucoup soutenus. On transmet les émotions différemments que dans la chanson. L'acteur utilise ses yeux, son regard. J'espère pouvoir renouveler l'expérience. Mais je vais d'abord retrouver la chanson qui est d'ailleurs plus ma passion.

ARTE - Le 23 janvier 2003

 

Patricia Kaas au dessert

Patricia Kaas était, avec Charles Aznavour, l'invitée d'honneur de Jacques Chirac pour la commémoration du 40ème anniversaire du traité de l'Elysée à Berlin. L'ambassade de France, grande organisatrice de ces festivités, a dû résoudre une vraie difficulté : comment éviter que la rencontre du chancelier et du président français avec les jeunes ne se transforme en course à l'autographe auprès de la chanteuse, très populaire en France comme en Allemagne ? La solution a été trouvée : Patricia Kaas n'a rejoint la délégation qu'après la rencontre, pour le déjeuner officiel et pour le plus grand plaisir de Chirac.

Jeudi 23 janvier à Berlin, Patricia Kaas était l'invitée d'honneur de Jacques Chirac pour la commémoration du 40ème anniversaire du traité franco-allemand. A g. de la chanteuse, Johannes Rau, le président de la R.f.a.

Paris Match

ACCUEIL PIANO BAR LIVE

----- SOMMAIRE ----